Heuschnupfen bei Kindern

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Mit dem Beginn des Frühjahrs blühen auch die ersten Pflanzen und der Pollenflug setzt ein. Allergiker, die gegen einen oder mehrere dieser sogenannten Frühblüher, zum Beispiel Birke oder Erle, allergisch sind, haben entsprechend bereits früh im Jahr mit den typischen Symptomen des Heuschnupfens zu kämpfen. Dazu zählen Bindehautentzündung, gerötete, juckende oder brennende Augen, häufiges Niesen, zugeschwollene Nebenhöhlen und sogar Atemnot. Auch Kopfschmerzen und Magen-Darm-Probleme können auftreten. Letzten Endes sind diese Symptome des Heuschnupfens auch in der Lage, den Schlaf zu stören. Die daraus folgende Müdigkeit kann wiederum zu einem Absinken der Leistungsfähigkeit und zu Konzentrationsproblemen führen.

Von einer solchen Pollenallergie sind bei Weitem nicht nur Erwachsene betroffen. Heuschnupfen kann in jedem Alter auftreten, so leidet bereits ungefähr ein Zehntel bis ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen darunter.

Dabei gilt grundsätzlich dasselbe wie für Erwachsene: Abhängig davon, auf welche Sorte Pollen der Körper reagiert, kann die Allergie unterschiedliche Ausprägungen haben und zu anderen Zeiträumen des Jahres auftreten. Grundsätzlich beginnt die Phase der Symptome, wenn die betreffenden Pollen in der Luft sind, und endet, wenn auch der Pollenflug aufhört. Wie lange die Pollen fliegen, bestimmt also, wie lange die Symptome anhalten. Bei einer Allergie gegen nur eine Pollenart kann die „Leidenszeit“ relativ kurz sein. Betroffene reagieren aber häufig auf mehrere Pollensorten und haben so länger oder öfter im Jahr mit Beschwerden zu kämpfen.

Wenn ein Kind zum ersten Mal überhaupt Symptome zeigt, gilt es zunächst abzuklären, ob tatsächlich eine Pollenallergie schuld ist. Dazu wird ein entsprechender Allergietest beim Arzt durchgeführt. Besteht Klarheit über die Allergene, kann man über die weiteren Schritte beraten. Dazu zählt beispielsweise, dass der Arzt passende Medikamente verschreibt, um die Symptome zu lindern. Auch Kreuzallergien werden bei einem solchen Test aufgedeckt. Darunter versteht man Allergien gegen andere Stoffe, so reagieren Heuschnupfen-Patienten häufig auch auf bestimmte Nahrungsmittel. Je nachdem, gegen welche Pollen sie allergisch sind, unterscheiden sich die entsprechenden Lebensmittel. In der Ernährung eines betroffenen Kindes kann man diese Allergene anschließend weglassen und damit einen Auslöser allergischer Reaktionen eliminieren.

Abhängig vom Alter des Kindes kann man mit dem Arzt über eine sogenannte Hyposensibilisierungstherapie sprechen. Diese ist bei Kindern in aller Regel ab einem Alter von ungefähr fünf Jahren möglich. Je früher nach dem Auftreten der ersten Symptome damit begonnen wird, desto besser ist die Wirkung.  Nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern auch die Grundallergie, ist bei Heuschnupfen aus mehreren Gründen sehr sinnvoll: Einerseits kann man so gegen die lästigen Beschwerden vorgehen. Andererseits kann unbehandelter Heuschnupfen auf lange Sicht zu Asthma führen. Die Anzahl der Allergiker, die im weiteren Verlauf des Lebens an Asthma leiden, ist bei denen, die bereits als Kind von  Heuschnupfen betroffen waren, größer.

Auch wenn Kinder eine Pollenallergie haben, ist es wichtig, dass sie sich regelmäßig an der frischen Luft bewegen und draußen spielen. Hier hilft beispielsweise das Pollenradar, das angibt, welche Pollen in der Luft sind und wie groß die Belastung ist. Direkt nach dem Regen nach draußen zu gehen, hilft, die Symptome zu vermeiden, weil die Pollen dann aus der Luft gewaschen wurden.

Gerade für Kinder ist der nächtliche Schlaf wichtig, kann aber unter dem Heuschnupfen leiden. Ein paar Gewohnheiten können zur Heuschnupfen-Zeit dazu beitragen, dass Kinder dennoch gut schlafen. Die Kleidung, die man draußen getragen hat, sollte zum Beispiel nicht mit ins Schlafzimmer genommen werden, um nachts in einer Umgebung ohne Allergene schlafen zu können. Auch in den Haaren können sich Pollen sammeln. Vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen, ist daher ebenfalls hilfreich. Medikamente, wie zum Beispiel Nasensprays, schaffen ebenfalls Abhilfe. Einige Medikamente machen jedoch zusätzlich müde.

Zum guten Schlaf trägt auch ein gut gelüftetes Schlafzimmer bei. Der beste Zeitpunkt zum Lüften ist dann, wenn die wenigsten Pollen fliegen. In ländlichen Gebieten ist das abends, in der Stadt morgens der Fall. Außerdem reizt trockene Luft die Schleimhäute, eine ausreichende Luftfeuchtigkeit ist deshalb ebenfalls hilfreich.
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